Vibrator? Ja. Und jetzt bitte Schluss mit der Scham.
Über vieles reden wir inzwischen ganz selbstverständlich – psychische Gesundheit, Körper, Selbstliebe und persönliche Freiheit. Aber sobald es um Sexualität und Selbstbefriedigung geht, wird es bei vielen plötzlich ganz still. 😅
Warum eigentlich?
Selbstbefriedigung ist nichts Ungewöhnliches und schon gar nichts, wofür man sich schämen müsste. Ein Vibrator kann dabei einfach ein Hilfsmittel sein, um den eigenen Körper besser kennenzulernen und herauszufinden, was sich gut anfühlt und was nicht.
Und nein: Dafür braucht man weder einen Partner noch eine Rechtfertigung.
Gerade im Alltag mit Kindern, Arbeit und tausend anderen Baustellen kommt die eigene Sexualität schnell ganz nach hinten. Dabei gehört auch dieser Teil von dir zu dir.
Das Thema darf offen besprochen werden – ohne peinliches Kichern, ohne Scham und ohne das Gefühl, sich dafür erklären zu müssen.
Und falls du gerade denkst:
„Darüber schreibt sie jetzt wirklich auf ihrer Website?“
Ja. 😎
Denn wenn wir schon sagen, dass hier über das echte Leben gesprochen wird, dann gehören Sexualität, Selbstbefriedigung und Vibratoren definitiv dazu. 🔥
Die Geschichte der Scham – woher kommt dieses Tabu eigentlich?
Dass Frauen offen über ihre Sexualität sprechen, war lange alles andere als selbstverständlich. Weibliche Lust wurde über Jahrhunderte kontrolliert, bewertet und teilweise sogar als krankhaft dargestellt.
Besonders spannend: Im 19. Jahrhundert wurden Vibratoren tatsächlich im medizinischen Zusammenhang eingesetzt – unter anderem im Zusammenhang mit der damals verbreiteten Diagnose „Hysterie“. Heute wirkt die Vorstellung ziemlich absurd. 😂
Dazu kamen religiöse und gesellschaftliche Vorstellungen, nach denen Sexualität bei Frauen möglichst mit Anstand, Ehe und Fortpflanzung verbunden sein sollte. Lust um der Lust willen? Lieber nicht.
Und auch wenn wir heute deutlich offener mit Sexualität umgehen, sind diese alten Vorstellungen nicht einfach verschwunden.
Ein Mann, der offen über Sex spricht? Selbstbewusst.
Eine Frau, die ihre Sexualität kennt und darüber spricht? „Ganz schön freizügig.“
Komisch, oder? 😉
Vielleicht lohnt sich deshalb ein Blick zurück. Denn viele Dinge, für die sich Menschen heute schämen, sind gar nicht „natürlich peinlich“ – wir haben nur irgendwann gelernt, dass sie es sein sollen.
Und genau solche alten Vorstellungen dürfen wir ruhig mal hinterfragen.
Denn der eigene Körper ist kein Tabuthema. Und weibliche Lust schon gar kein Grund, sich zu schämen.
UND JA: Auch ich sagte dem Chef: Ich will jetzt Feierabend machen. Möchte mir Zuhause noch einen Wedeln.
Selbstliebe als Akt der Selbstfürsorge Selbstfürsorge bedeutet nicht nur, genug zu schlafen, gesund zu essen oder sich mal eine Auszeit zu gönnen. Dazu gehört auch, den eigenen Körper und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Selbstbefriedigung kann dabei helfen, den eigenen Körper besser kennenzulernen, herauszufinden, was sich gut anfühlt, und einfach mal nur etwas für sich selbst zu tun. Gerade im Alltag mit Kindern, Arbeit und tausend Verpflichtungen landet man selbst schnell ganz unten auf der Liste. Und mal ehrlich: Warum eigentlich? Ein Vibrator ist kein „unanständiges Spielzeug“, sondern kann für manche Menschen einfach ein Hilfsmittel sein, um die eigene Sexualität zu entdecken und zu genießen. Ohne Partner. Ohne Rechtfertigung. Ohne schlechtes Gewissen. Selbstliebe darf auch bedeuten: „Heute bin ich mal dran.“ 😉
Tabus verschwinden nicht von alleine. Sie werden kleiner, wenn wir anfangen, ganz selbstverständlich darüber zu sprechen. Nicht jeder muss öffentlich erzählen, was er im Schlafzimmer macht. 😅 Aber wir können aufhören, Sexualität automatisch mit Scham, Peinlichkeit oder „Darüber spricht man nicht“ zu verbinden. Ein Vibrator ist kein Skandal. Selbstbefriedigung ist nichts Unnormales. Und die Frage, was einem selbst gefällt, darf genauso selbstverständlich sein wie die Frage, welcher Sport einem Spaß macht oder welcher Kaffee am besten schmeckt. Gerade Frauen dürfen lernen, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen – ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Dazu gehört auch Aufklärung. Nicht nur darüber, wie man Schwangerschaften oder Krankheiten verhindert, sondern darüber, dass Sexualität auch mit Lust, Selbstbestimmung und dem eigenen Körpergefühl zu tun hat. Und vielleicht beginnt der Wandel schon ganz klein: Nicht mehr peinlich berührt wegschauen. Nicht mehr über andere urteilen. Nicht mehr denken: „Was sollen die Leute denken?“ Sondern einfach sagen: „Das ist mein Körper. Meine Sexualität. Meine Entscheidung.“ Und wenn wir darüber irgendwann genauso entspannt sprechen können wie über Zahnpasta oder den Wocheneinkauf, haben wir schon ziemlich viel erreicht
Ein Vibrator ist kein schmutziges Geheimnis und Selbstbefriedigung nichts,
wofür man sich rechtfertigen muss.
Es geht um den eigenen Körper, die eigenen Bedürfnisse und darum, herauszufinden,
was einem selbst guttut.
Je offener wir darüber sprechen, desto weniger Raum bleibt für Scham und veraltete Vorstellungen. Niemand muss seine Sexualität öffentlich machen – aber genauso wenig muss sich jemand dafür verstecken.
Also: Schluss mit dem heimlichen Tuscheln und dem roten Kopf beim Gedanken an das Thema. 😉
Selbstbestimmung bedeutet auch, über den eigenen Körper selbst zu entscheiden.
Und das darf sich verdammt gut anfühlen.




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