😤 Wenn die Kids einfach mal nerven
Ja. Wir sagen es jetzt einfach.
Manchmal nerven Kinder. 😂
Nicht, weil man sie nicht liebt. Sondern weil sie laut sind, zum 37. Mal dieselbe Frage stellen, sich wegen einer falsch aufgeschnittenen Banane in eine Krise stürzen oder genau dann etwas brauchen, wenn man selbst gerade nur fünf Minuten Ruhe wollte.
Und dann kommt das schlechte Gewissen:
„Ich darf doch nicht genervt von meinem eigenen Kind sein.“
Doch. Darfst du.
Gerade wenn du alleine für den ganzen Laden verantwortlich bist, kann die Geduld irgendwann einfach aufgebraucht sein. Du kannst dein Kind über alles lieben und gleichzeitig denken:
„Wenn du mich jetzt noch einmal Mama/Papa rufst, ziehe ich auf eine einsame Insel.“ 😂
Das widerspricht sich nicht.
Kinder brauchen Aufmerksamkeit, Geduld und Energie – und Erwachsene haben davon nun mal nicht unendlich viel. Niemand ist 24 Stunden am Tag geduldig, entspannt und voller pädagogisch wertvoller Antworten.
Wichtig ist nicht, nie genervt zu sein. Wichtig ist, was wir daraus machen.
Denn manchmal ist das ehrlichste Geständnis im Alltag:
„Ich liebe mein Kind. Aber heute geht es mir gehörig auf den Sack.“
Von Eltern wird oft erwartet, dass sie geduldig, liebevoll und immer ausgeglichen sind. Social Media macht das Ganze mit perfekten Familienbildern auch nicht gerade besser. 😂
Aber die Realität? Kinder können nerven. Du darfst überfordert sein. Und manchmal möchte man einfach nur fünf Minuten seine Ruhe.
Das macht dich nicht zu einer schlechten Mutter oder einem schlechten Vater. Es macht dich menschlich.
Das Problem ist nicht, dass solche Gefühle entstehen. Das Problem ist, wenn wir glauben, darüber nicht sprechen zu dürfen.
Ich merke es ja auch selber. Man bekommt häufig eine dumme Antwort darauf oder Gleichgültigkeit. Häufig von denen die weniger ein Kind sehen oder gar keins haben.
Schlafmangel, Arbeit, Haushalt, Termine und dazu Kinder, die natürlich genau dann etwas brauchen, wenn du selbst gerade nicht mehr kannst. 😅
Irgendwann ist die Grenze erreicht. Und das ist kein Versagen.
Du darfst sagen:
„Ich kann gerade nicht mehr.“
Du darfst eine Pause brauchen. Du darfst Hilfe annehmen. Und gerade als Alleinerziehende(r) darfst du auch mal zugeben, dass dir alles über den Kopf wächst.
Denn Kinder brauchen keine perfekten. Sie brauchen echte Menschen, die ihre eigenen Grenzen kennen und auch mal sagen können: „Bis hierhin und nicht weiter.“
Und manchmal ist die beste Selbstfürsorge einfach:
Kurz raus aus dem Chaos. Durchatmen. Kaffee. Weiter geht’s.
Alternativ steht dir auch der Kinderarzt zur Verfügung (falls er spontan da ist). Oder das Sorgentelefon. Gern aber auch das Jugendamt. Diese Menschen kannst du auch gern nach Rat fragen. Dafür sind sie auch da. Paar Minuten telefonieren, wirkt egal mit wem, Wunder.
Und es sollte es doch mal ganz schlimm kommen:
Rufe jemanden, der dir den Zwerg kurz abnimmt und schau auf dich! Und wenn es der beste Kumpel ist, der über WhatsApp-Video mit dem Kind spricht. Alles gut! Es gibt bei jedem diese Situationen.
Auch darfst du gern im schlimmen Fall ins Krankenhaus fahren und dort dich in der Kinderstation samt Kind aufhalten. Die Schwestern und co. deeskalieren ebenfalls die Situation.
Oder die 116117 (oder wenn es nötig ist die Rettungsstelle) anrufen und nach Hilfe fragen.
Niemals das Kind schütteln/schlagen/schmeißen. Lege es sicher hin und gehe in einen anderen Raum und brüll ins Kissen. Oder gehe zu Nachbarn und bitte darum, dass sie den Knoten lösen.
Ist der Knoten gelöst, sprich mit deiem Kind. Auch ein Kleinkind wird dich verstehen.

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Es gibt diese Momente, da ist einfach Schluss mit lustig. 😂
Die Trotzphase, in der dein Kind wegen einer falsch geschnittenen Banane komplett eskaliert. Die Pubertät, in der plötzlich jedes Wort von dir falsch ist. Hausaufgaben, Geschwisterstreit, morgendliches Chaos oder das zehnte „Mamaaa/Papaaa!“, obwohl du gerade erst fünf Sekunden sitzt.
Und besonders anstrengend wird es, wenn du das Gefühl hast, ständig funktionieren und für alle da sein zu müssen, aber selbst kaum Luft bekommst.
Gerade wenn du alleinerziehend bist, fehlt oft einfach jemand, der mal eben übernimmt. Aber auch wenn du nicht alleine erziehst, können Beruf, Familie und die eigenen Bedürfnisse ordentlich miteinander kollidieren.
Wichtig ist: Nimm deine Überforderung ernst. Du musst nicht warten, bis gar nichts mehr geht.
Manchmal hilft schon eine kleine Entlastung, eine Pause, Unterstützung im Alltag oder einfach den Mut zu sagen:
„Ich brauche gerade 10 Minuten. Und zwar wirklich.“
Genervt von deinen Kindern zu sein, bedeutet nicht, dass du sie weniger liebst. Es bedeutet einfach, dass du ein Mensch bist – mit Grenzen, Bedürfnissen und irgendwann auch mal leerem Akku. Du darfst überfordert sein. Du darfst eine Pause brauchen. Und du darfst sagen: „Ich kann gerade nicht mehr.“ Entscheidend ist nicht, dass du immer entspannt bleibst. Entscheidend ist, dass du deine Gefühle ernst nimmst und dir Unterstützung holst, bevor aus „Ich bin genervt“ ein „Ich kann wirklich nicht mehr“ wird. Du musst keine perfekte Mutter und kein perfekter Vater sein. Du musst nur aufpassen, dass du selbst dabei nicht untergehst. ❤️


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