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Es gibt bestimmte Alltagssituationen, die besonders häufig zu Überforderung führen. Dazu gehören die Trotzphasen im Kleinkindalter, in denen Kinder scheinbar grundlos schreien und sich nicht beruhigen lassen. Auch die Phase der Pubertät, in der Jugendliche sich abgrenzen und Konflikte provozieren, stellt viele Eltern vor große Herausforderungen. Hinzu kommen alltägliche Stressfaktoren wie morgendliche Hektik, Hausaufgabenkonflikte oder Geschwisterstreitigkeiten.
Besonders belastend wird es, wenn Eltern das Gefühl haben, ständig verfügbar sein zu müssen, ohne Zeit für sich selbst zu haben. Gerade Mütter, die oft die Hauptlast der Kinderbetreuung tragen, berichten von emotionaler Erschöpfung. Doch auch Väter erleben zunehmend den Spagat zwischen Beruf, Familie und eigenen Bedürfnissen. Wichtig ist, diese Belastungen nicht zu bagatellisieren, sondern ernst zu nehmen und aktiv nach Lösungen zu suchen – sei es durch Entlastung im Haushalt, Auszeiten oder professionelle Unterstützung.
Genervt zu sein von den eigenen Kindern bedeutet nicht, dass man sie nicht liebt. Es ist ein Zeichen dafür, dass man als Mensch Grenzen hat – und das ist völlig in Ordnung. Eltern dürfen auch mal überfordert sein, ohne sich dafür schuldig zu fühlen. Entscheidend ist, wie man mit diesen Gefühlen umgeht und ob man sich rechtzeitig Unterstützung holt.

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